© ULRICH MORENZ 2019

Über mich selbst gibt's - jedenfalls auf der neuen Website https://www.morenz-sw-ph.de - nicht viel zu sagen. Inhaltlich aber geht es gewissermaßen um die Essenz des Mediums (mehr dazu weiter unten).

Das Konterfei entstand bei miserablem Kunstlicht und mit aufgelegter Kamera/Selbstauslöser - Smartphones mit Kameras hinten und vorne gab's keine.

Um 1994 in meiner so heißgeliebten wie unbezahlbaren Wohnung am Regensburger 'PDE' 1 aufgenommen, ist es eines der ganz wenigen Fotos, die mich zeigen, ohne dass ich sie einer Selbstzensur unterwerfen würde.

Es ist selbstverständlich das einzige Farbfoto hier.

Abwesenheit von Farbe ist auch nach ca. 180 Jahren "Photographie" ein großes Thema. In der Anfangszeit des "Schreibens mit Licht" war etwas anderes technisch ohnehin nicht möglich. Auf dem Ersten Foto der Welt "Point de vue du Gras", das um 1825 als Experiment des Franzosen Niépce entstanden war, ist wirklich nicht viel zu sehen.

Sein Schöpfer nannte das Verfahren Héliographie (mit der Sonne gezeichnet). Später hat er mit seinem Landsmann Louis Daguerre zusammengearbeitet; Als offizieller Beginn der Photographie (Daguerreotypie) gilt heutzutage das Jahr 1839.

Bis zum Farbbild für 'jedermann' hat's dann nochmal fast 100 Jahre gedauert - das erste massentaugliche Produkt wurde im Jahr 1936 von der deutsche Firma Agfa im Jahr 1936 präsentiert.

Nun gibt es - vereinfacht ausgedrückt - Motive, bei denen Farbe einfach nur 'stört'. Hart formuliert ließe sich sagen: Das vermeintlich kinderleichte Fotografieren mit dem allgegenwärtigen Smartphone sorgt für gefühlte 99 % Ausschuss.  Auf den meisten Bildern ist einfach zu viel drauf und das alles ist auch noch bunt. Mir persönlich wird bei der Informationsüberflutung inwischen fast schwindlig.​​​

Der große Andreas Feininger (1906 - 1999)  war gelernter Architekt, später Fotografenlehrer. Er hat oft vom "Fotografischen Sehen" gesprochen und sogar ein Buch zum Thema (Photographic Seeing, Prentice-Hall, 1973) veröffentlicht.

Also nicht erst was fotografieren, das man später retouschieren muss. Wie Feininger arbeiten wäre demnach das Optimum, klappt bei mir jedoch nur manchmal.  Ersatzweise "schneide" ich dann rigoros oder bemühe ohne jeden Skrupel Bildbearbeitungs-Software.

Fast alle Fotos auf https://www.morenz-sw-ph.de sind konvertierte, zunächst digital, aber auch analog entstandene Farbbilder. Eine Konversion allein sorgt natürlich nicht bei jedem Foto automatisch für neue (höhere) Qualität - im Gegenteil. Manche entpuppen sich anschließend als eher völlig belanglos, einige jedoch gewinnen deutlich gegenüber der Ursprungsversion. Oft ergeben sich zunächst verborgene Qualitäten überraschend erst während der nachträglichen Bearbeitung. So auch bei dem Bild auf der Startseite hier...

Tatsächlich mit s/w-Film aufgenommen (Ilford, 400 ASA, wenn ich mich recht erinnere) ist auf dieser Website nur das  allererste Foto im Menüpunkt Innen. Es stammt aus meiner eigenen Foto-Frühzeit, die irgendwann Mitte der 1970er Jahre begonnen haben muss...